Der Todeshauch durch den Briefschlitz

Alles tat ihm weh. Er lag nur da, die Augen geschlossen. Er fror. Die Vogelgesänge bohrten sich langsam durch seinen Schädel und hinterließen ein Chaos. Ungewöhnlich hart war der Boden, ungewöhnlich laut waren die Vögel. Langsam öffnete er die Augen und erblickte nicht wie sonst einen aufräumbefürftigen Raum, er sah direkt auf Gras. Die Gedanken wirrten durch seinen Kopf, ihm wurde schwindelig als ob er gerade zu viele Runden auf dem Karussell gedreht hätte. Wo zum Teufel war er? Wenn er sich aufrichten würde, wäre alles real. Er sagte sich, dass er träumen müsste, war sich dieser Lüge aber gewiss. Langsam richtete er sich auf. Eine Wiese. Warum? Was war passiert?
Gestern, gestern war er auf einer Feierlichkeit gewesen. War es gestern? Es kam ihm so fern vor. Der Kopf schmerzte. Er rieb sich die Augen. Ob nun wenige Minuten oder bereits Stunden vergangen waren, konnte er nicht sagen, er saß einfach nur so da. Meine Party, dachte er, meine Gäste. Was war mit seinen Gästen geschehen? Warum waren sie alle da? Er hob die Hand vor die Augen, um der am Himmel stehenden Sonne Einhalt zu gebieten. Wie ein Blitz schoss sodann eine Erinnerung durch seinen Kopf als sei sie schon immer da gewesen. Natürlich feierten sie die Veröffentlichung des Buches, an dem er so lange gearbeitet hatte. Die Erleichterung des Abends schwappte zum Jetzt über, er lächelte. Das Lächeln verblasste. Was war dann geschehen?

Spannung.

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