Suizid. – Ein Gedicht.

Das Leben ist ja auch so trist,
weil du darin gefangen bist,
drum sei nicht dumm und nimm dein Leben,
es soll doch schön’res geben.

Schau nur da, ein Schmetterling,
ist das nicht ein schönes Ding?
Wunderschöne Wiesenfelder,
Berge, Täler und die Wälder.

Sieh nur hier die Frucht aus Leben,
kann es denn noch schön’res geben?
Frisch und unschuldig liegt es da,
ist es dir nun noch nicht klar?

Ach komm, nun sei doch nicht so dumm,
bring dich doch nicht einfach um,
da ist bestimmt Festland in Sicht,
bring dich nicht um, tu es nicht.

Unter all den vielen Hieben,
gibt es doch welche, die dich lieben,
dich doch ehren und begehren
und sich mit dir gar ernähren.

Nun hängt er da, der liebe Strick,
ab mit ihm, ums Genick,
lange willst du auch nicht hängen,
willst bald liegen bei Kirchenklängen.

Menschen sollen um dich weinen,
sollen alle hier erscheinen,
voll ja soll die Kirche sein,
alle sollen um dich wein’.

Ist das nicht ein bisschen schad?
Ist das Leben denn so fad?
Menschen lieben dich auch ohne Tod.
Kommen, helfen bist du in Not.

Frag sie nur einmal darum,
bieg dich ja nicht immer krumm,
gib ruhig zu, wie dir es geht,
es ist nämlich nie zu spät.

Schau nur da, ein Schmetterling,
das ist doch ein schönes Ding.

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3 Antworten zu “Suizid. – Ein Gedicht.

  1. Ich lese das Gedicht jetzt zum ersten Mal und kann dazu nur eines sagen: absolut gelungen. Und sehr optimistisch, das gefällt mir.
    Mach auf jeden Fall weiter so.

  2. Pingback: Suizid « BugsBlog

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