Statussymbole

Heutzutage ist es ja fast so, dass Autos keinen Wert mehr besitzen. Zur Zeiten der Wirtschaftskrise, der Abwrackprämie glauben nur noch Hinterwelter aus irgendwelchen eingeschneiten katholischen Dörfern, dass sie mit ihrem neuen uralten Golf angeben können. Ein Auto, Markenkleidung, all dies, so behaupten auch Zukunftsforscher, verliert an gesellschaftlichem Wert. Das Ansehen wird eher durch ein Gerät gesteigert, über dessen Name schon ausreichend genug Witze gemacht wurden. Dem iPod. Einem kleinen Teil, auf dem Musik gespeichert und abgespielt werden kann. Hierbei handelt es sich aber, wie es sich für ein solches Statusobjekt gehört, um kein billiges Teil, nein, es ist etwas, was es auch so ähnlich billiger gibt. Nur jetzt in teurer. Und weiß. Oder rosa. Oder so. Dieses Objekt kann noch so ultracool aussehen und trotzdem Schrottmucke abgeben. Mir fällt dabei auf, ich habe zur Weihnachtszeit zu wenig „Wham!“ gehört… vielleicht sollte ich mir auch einen iPod besorgen. Hierfür ist nämlich auch gesorgt. Nicht jeder Teenager kann sich einen iPod leisten und eifert darum jedem noch so dummen Gewinnspiel hinterher, und verschafft dem Anbieter damit eine Menge Werbung. Nun ist es kein Audi mehr, der zieht, sondern Musikträger. Jemand vergisst hierbei, dass in dem Auto ein Radio wäre, was soll’s. Wir nehmen nun einmal das Gewinnspiel eines gewissen Blogs, als Beispiel: http://www.chrizblog.de/gewinne-einen-ipod-shuffle/

Hier wird über Twitter, dem Mikroblogging-Hype, Werbung für das Gewinnspiel und dem damit verbundenen Blog gemacht. Auch mit gewählten Artikeln wollen die Anbieter Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Und das, gänzlich umsonst. Beziehungsweise fast gänzlich, da sind ja die sogenannten iPods.

Auch ich bin einem solchen Netz in die Maschen geraten, ich will einen iPod, jetzt, auf der Stelle. Nur damit ich durch die Stadt laufen und an ihm rum fummeln kann. Nur dafür. Egal, ob mit oder ohne Batterien!

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„du doooof du“

Wir lassen in der neuen rasanten Zeit prinzipiell die Verben aus. Daraus erfolgt eine viel schnellere Kommunikationsfolge. Dies ist aber nur der Fall, wenn der Kommunikationspartner sich den Schreibgewohnheiten anpasst und das Hirn auf einen verblosen Dialog einstellt. Hierbei handelt es sich dann um einen Zeitaufwand, den das Hirn erbringen muss, um den Text zu vervollständigen. Somit wäre die zeitliche Ersparnis in der Gleichung auf „Null“ gebracht. Fälschlicher Weise sind die Autoren dieser verblosen Sätze aber dem Irrtum aufgesessen, dass es eine Zeitersparnis gäbe. Vergleichbar ist dieses Phänomen mit den schnellen Überholern, die man sowieso an der nächsten roten Ampel wieder trifft.